(7) Lebens-Raum

Vielleicht interessiert es Dich, was die ur-alte Art zu leben Tantra mit uns heute zu tun hat, was Tantra uns geben kann – und was für uns der Name „Lebens-Raum“ bedeutet …

Tantra, die ursprünglich tantrische Kultur oder Art zu leben, ist vermutlich bereits mehr als 5000 Jahre alt (manche sagen bis zu 8000 Jahre).

Zu jener Zeit (ca. 5000 v. Chr. – ca. 2000 v. Chr.) – im eurasischen Raum wird diese Zeit der der Steinzeit oder im späteren Verlauf auch der Jungsteinzeit zugerechnet – waren fast alle Kulturen noch vollkommen eingebettet in das natürliche Geschehen, in die Kreisläufe der Natur, in den Tagesrhythmus der Sonne, den Mondzyklus und den immer wiederkehrenden Jahreszyklen von Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Natur mit ihren Jahreszeiten, mit dem Werden und Vergehen von Leben in Fauna und Flora war das bestimmende Element. Die Menschen lebten mit diesen Zyklen und waren mit ihnen verbunden. Diese Einbettung in die Natur war also eine ganz natürliche – es gab zu dieser Zeit keine Alternative. Die Menschen der Jungsteinzeit lebten in dieser Naturverbundenheit ganz aus dem Bauch heraus.
Das Leben im Zyklus wurde übertragen auch auf das eigene Leben – im Er-leben der Menschen dieser Zeit war Wiedergeburt innerhalb der Sippe eine ganz selbstverständliche Erfahrung. Der Kontakt zu den Ahnen war selbstverständlich und allgegenwärtig. Es gab keinen Anfang und kein Ende – nur einen Zyklus von Vergehen und Werden.

(6) Tantra – eine Art zu leben

Der folgende Artikel ist in leicht veränderter Form erschienen in der Zeitschrift Ursache & Wirkung 87.

Tantra ist eine jahrtausendalte indo-asiatische Art zu leben, über die im Westen viele Gerüchte und Vorurteile kursieren. Dabei ist es ein spiritueller Weg, der tabulos mit Emotionen, Sehnsüchten und Körperlichkeit umgeht, um sich selbst bzw. den Menschen als Ganzes anzunehmen.

Über Tantra kursieren in unserer westlichen, sogenannten zivilisierten Gesellschaft viele Gerüchte und Vorurteile. Dennoch setzen sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr Menschen mit diesem Thema auseinander und versuchen zu verstehen, was Tantra tatsächlich bedeutet.

Mehr oder weniger wörtlich übersetzt bedeutet Tantra „weben“ oder „Gewebe“ – doch es ist schwer mit dieser Übersetzung tatsächlich etwas anzufangen. Und nachdem Tantra mitunter sehr unterschiedlich interpretiert wird, möchte ich gerne beschreiben, was Tantra für mich bedeutet: Tantra bedeutet für mich bewusst leben, bewusst wahrnehmen – mit allen Sinnen – und bedeutet damit eine Art zu leben. Tantra ist keine Philosophie, keine Religion, keine Wissenschaft und keine Sekte. Jeder kann tantrisch leben, kann versuchen den tantrischen Gedanken nachzuvollziehen – egal welchem kulturellen Hintergrund oder welchen Glauben Du mitbringst oder wie Du Deine Spiritualität lebst.

(5) Eine Begegnung der besonderen Art

Zurück aus dem Urlaub – und auf der Heimreise eine Begegnung der besonderen Art …

28.11.2013 - Flug von Delhi nach Istanbul. Neben uns am Fenster sitzt – mutmaßlich – ein Inder mittleren Alters, mit gepflegtem Äußeren – braunes Sakko, dunkler Schnauzbart – schlank, etwas kleiner als wir. Noch vor dem Start werden kleine Beutel ausgeteilt – wie bei längeren Flügen üblich mit Socken und Schlafmaske. Dabei ist es ein Flug mit der Sonne bei Tag. Wir beobachten, dass der Inder neben uns nicht nur den Sitz und den Inhalt der Sitztasche vor ihm behutsam inspiziert, sondern auch den kleinen, gerade ausgeteilten Beutel. Jutta flüstert zu mir: schau mal, der fliegt bestimmt zum ersten Mal. Fast fürsorglich-mitleidig sehen wir immer mal wieder zu ihm hinüber, helfen ihm bei der Bedienung der Fernbedienung für das Board-Unterhaltungsprogramm, reichen ihm Getränke und Essen herüber, als die Stewardess bei uns vorbei kommt.

(4) Emotions of Tantra

Emotions of Tantra

Von Barbara Grilz – Oktober 2013
(mit freundlicher Genehmigung von Barbara)

You’re standing outside --- outside on a green field --- surrounded by perfect nature. No people, no noises, no clouds. Just you and the perfect nature. --- You’re naked. --- Arms stretched sidewards. The air is warm, you don’t feel cold. A light breeze of wind wrapped you in invisible arms. It touched your body softly. --- You’re stretching your head to the sky with closed eyes. You feel the soft breeze in your face, the sun warms you up.

 

Emotionen des Tantra

Von Barbara Grilz – Oktober 2013
(übersetzt von Ralf – mit freundlicher Genehmigung von Barbara)

Du stehst draußen --- draußen auf einem grünen Feld --- umgeben von perfekter Natur. Keine Menschen, keine Geräusche, keine Wolken. Nur Du und die perfekte Natur. --- Du bist nackt. --- Arme seitwärts gestreckt. Die Luft ist warm, Dir ist nicht kalt. Ein leichter Windhauch hat Dich mit unsichtbaren Armen umhüllt. Er berührte Deinen Körper sanft. --- Du streckst Deinen Kopf zum Himmel mit geschlossenen Augen. Du fühlst die sanfte Brise in Deinem Gesicht, die Sonne erwärmt Dich.

(3) Wahrheit

Wahrheit ist ein heikles Thema. Ein Thema mit vielen ganz unterschiedlichen Sichtweisen. Ein Thema, das nicht nur kontrovers diskutiert werden kann, sondern vor allem Fanatiker auf den Plan ruft und in Rage geraten lässt.

Der Grund, warum dieses Thema immer wieder für Zündstoff sorgt ist die weit verbreitete Ansicht, es gebe nur eine objektive Wahrheit – und natürlich führt diese Ansicht zum Streit unter denjenigen, die behaupten die objektive, einzige Wahrheit zu kennen und in deren Besitz zu sein – deren Wahrheiten sich doch ganz offenbar deutlich voneinander unterscheiden.

Du kannst uns jederzeit (ab ca. 07:30 bis 20:00) anrufen, gerne auch eine Nachricht auf einem unserer AB's hinterlassen oder uns per SMS / Whatsapp kontaktieren!

Jutta:

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Lebendiges Tantra I
Grundlagen einer tantrischen Lebensweise

Lebendiges Tantra II
Tantra für Beziehungen und Generationen

Lebendiges Tantra III
Tantrische Rituale und Selbsterfahrung


Die Brunnen von Zardino
Kurzgeschichten