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sinn-volles 2026

26-20 Meditieren heißt, in einer Idee aufgehen und sich darin verlieren – während Denken heißt, von einer Idee zur anderen hüpfen, sich in der Quantität tummeln, Nichtigkeiten anhäufen, Ziel auf Ziel verfolgen. Meditieren und Denken, das sind zwei divergierende, unvereinbare Tätigkeiten. (EMILE MICHEL CIORAN)

26-19 Die Natur erscheint jedem in eigener Gestalt – sie verbirgt sich in tausend Namen, Formen und Farben und ist doch immer dieselbe. (JOHANN WOLFGANG VON GOETHE)

26-18 Konzentration ist einschränkend, auf einen bestimmten Bereich begrenzt – Achtsamkeit ist grenzenlos. (KRISHNAMURTI)

26-17 Der Fluss setzt seinen Weg zum Meer fort, ob das Rad der Mühle gebrochen ist oder nicht. (KHALIL GIBRAN)

26-16 Das Paradoxe verleiht dem Leben den Zauber ausdrucksfähiger Absurdität, gibt ihm das zurück, was es ihm von Anfang an beigelegt hat. (EMILE MICHEL CIORAN)

26-15 Im fließenden Wasser kann man sein eigenes Bild nicht sehen – wohl aber in ruhendem Wasser. (LAOTSE)

26-14 Unser Verstand ist ein alles aufsaugender Schwamm – unser Herz ein Quell der Liebe. Ist es nicht seltsam, wie viele Menschen sich für das Aufsaugen entscheiden, statt aus dem Herzen zu fließen? (KHALIL GIBRAN)

26-13 Sobald Du glaubst, das Richtige getroffen zu haben, hast Du bereits vergessen, was das Richtig ist. (nach DSCHUANG DSI)

26-12 Du kannst genauso wenig den Buddha benutzen, um Buddha zu suchen, wie den Geist benutzen, um den Geist zu suchen. (HUANG PO)

26-11 Lerne nicht zu geben, sondern zu empfangen, nicht Verzicht, sondern Erfüllung, nicht nachgeben, sondern Verstehen, mit einem Lächeln auf den Lippen. (KHALIL GIBRAN)

26-10 Man soll weder annehmen, noch besitzen, was man nicht wirklich zum Leben braucht – dies führt zu immer größerer Vereinfachung des eigenen Lebens. (MAHATMA GHANDI)

26-09 Die kleinste Bewegung ist für die ganze Natur von Bedeutung ; das ganze Meer verändert sich, wenn ein Stein hineingeworfen wird. (BLAISE PASCAL)

26-08 Niemand ist frei davon, Dummheiten zu sagen. Wahrlich dumm ist, sie feierlich vorzutragen. (MONTAIGNE)

26-07 Es gibt nur wenige Worte, die im Lauf der Geschichte nicht ihre Leuchtkraft verlieren. (ANTOINE DE SAINT-EXUPÉRY)

26-06 Meditation bedeutet das Wahrnehmen der Ganzheit und Einheit des Lebens. Das ist nur möglich, wenn Liebe und Mitgefühl da sind. (KRISHNAMURTI)

26-05 Jede Wahrheit hat ihren eigenen Raum und ihre eigene Zeit. (ANDREAS TENZER)

26-04 Hinter jedem neuen Hügel dehnt sich die Unendlichkeit. (WILHELM BUSCH)

26-03 Das Bedürfnis zu sprechen hindert nicht nur am Hören, sondern auch am Sehen. (MARCEL PROUST)

26-02 Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst. (SENECA)

26-01 Was man die Grenzen der Dinge nennt, fängt da an, wo die Dinge aufhören und hört da auf, wo die Dinge anfangen. (DSCHUANG DSI)